Hoffnungsträger Manfred Lütz

Dr. Manfred Lütz ist Psychiater, Psychotherapeut, Diplomtheologe und  erfolgreicher Schriftsteller. Seit 1997 ist der Mediziner und Kabarettist Chefarzt eines großen psychiatrischn Krankenhauses in Köln. In herausragender Weise setzt sich Manfred Lütz in der Öffentlichkeit für den christlichen Glauben ein. Seine Bücher und seine zahlreichen Auftritte in den Medien bringen Gott ins Gespräch. In diesem Sinne ist Manfred Lütz ein Hoffnungsträger für unser Land.     

Laudatio von idea-Chefredakteur Helmut Matthies

Im Folgenden veröffentlichen wir Auszüge aus der Laudatio von idea-Chefredakteur Helmut Matthies. Zunächst würdigte Matthies verschiedene Bücher des Bestsellerautors und fuhr dann fort:

„Über Ihre Bücher hinaus engagieren Sie sich zusammen mit Ihrer Frau für das Miteinander von Christen auf eine ganz ungewöhnliche, ja einmalige Weise. Immer wieder – zuletzt im Mai – führen Sie in Ihrem großen Haus einen ganzen Tag lang überzeugte Christen – darunter höchste Kirchenfürsten beider Konfessionen und sogar auch immer Evangelikale – zusammen mit Persönlichkeiten – meist Journalisten –, die sich sehr kritisch über Glauben und Kirchen geäußert haben, ja teilweise bekennende Atheisten sind. Linke und Rechte, Christen und Heiden, Kardinäle und Laien – eine solche Mischung dürfte einmalig sein. Ich habe selten so weiterführende Glaubensgespräche erlebt wie in Ihrem Haus.

„Meine frömmsten Freunde sind Protestanten“

Lieber Herr Dr. Lütz, bei allem sind Sie gern und überzeugt katholisch. Gleichzeitig können Sie sagen: „Meine frömmsten Freunde sind Protestanten!“ (...) An anderer Stelle äußerten Sie: „Mich verbindet mit kraftvollen Evangelischen viel mehr als mit lauen Katholiken.“ Und über die, die besonders kraftvoll sein wollen, die Pietisten bzw. Evangelikalen, meinten Sie: Es sind „tapfere, fromme und vitale Leute, die ihren Glauben auch im Gegenwind mit Begeisterung leben“. Lieber Herr Dr. Lütz, viele Evangelikale wünschen sich jedenfalls, dass es so sei.

Jesus Christus im Zentrum

Auf jeden Fall geschieht heute etwas Einmaliges: Sie sind der erste katholische Theologe, der von einer großen pietistischen Vereinigung, dem Evangelischen Gemeinschaftsverband Württemberg, den Apis, einen Preis erhält. Dass so etwas möglich ist, zeigt, dass sich Wesentliches im Miteinander verändert hat. Nach dem letzten Katholikentag im Mai schrieben Sie: „Früher waren Evangelikale für Katholiken Menschen von einem anderen Stern.“ Und was waren Katholiken einst für viele Evangelikale? Ich erinnere mich noch gut an Hauptvorstandssitzungen der Deutschen Evangelischen Allianz in den frühen 80er Jahren. Ein Leiter eines großen Pietismusverbandes vor allem in Rheinland und Westfalen, einst tapferer Kämpfer gegen die Deutschen Christen im Dritten Reich, schlief – alt  geworden – bei den Beratungen gelegentlich ein. Wenn aber das Stichwort „katholische Kirche“ fiel, hob er den Kopf und sagte laut nur vier Worte: „Die größte Sekte überhaupt“. Und heute sind Evangelikale froh und dankbar, dass ihr wichtigstes Anliegen – dass das Evangelium unter die Leute kommt – so überzeugend von einem Katholiken wie Ihnen vertreten wird. Sie sind für uns ein Mann, der Hoffnung verbreitet, weil er selbst von der stärksten Hoffnung getragen wird: Jesus Christus lebt, und er kommt wieder. Sie bekommen deshalb zu Recht den Hoffnungsträgerpreis.“

Die Preisverleihung fand am 15. Januar 2013 statt.

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