Willkommen …

egal, wer du bist – egal, was du glaubst. Eine offene Tür. Komm rein. Nimm Platz. Ich freue mich, dass du da bist. Wie gut tut es, freundlich empfangen zu werden, eine Tasse Kaffee oder Tee zu bekommen und ein offenes Ohr zu finden. Und nun sagt Jesus: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen!“ (Joh. 6,37) Meine Tür ist offen. Sperrangelweit. Immer. Diese Einladung höre ich so gerne. Und ich möchte sie teilen – immer wieder in diesem neuen Jahr. Alltags und sonntags. Geplant und überraschend.

Ein frohes und gesegnetes neues Jahr!

Karten zur Jahreslosung

Auf das Bild klicken, um zum Bestelllink zu gelangen.
Auf das Bild klicken, um zum Bestelllink zu gelangen.

Eine Geschichte zur Jahreslosung

Willkommen und gesegnet …

Neshumele. Geliebte kleine Seele.

Das ist der Kosename eines jüdischen Großvaters für seine Enkelin. An jedem Freitagnachmittag besucht sie ihn. Zuerst trinken sie Tee aus dem großen, silbernen Samowar. Dann zündet der Großvater zwei Kerzen an. Die Enkelin tritt zu ihm. Er legt ihr die Hände auf und segnet sie. Das tut er in großer Ruhe und sehr ausführlich. Und jedes Mal ist das Mädchen gespannt, was sie heute über sich erfährt.

Woche für Woche preist der alte Mann Gott dafür, dass es seine Neschumele gibt. In den höchsten Tönen lobt er sie vor dem Angesicht des Höchsten. Wo es aussieht, als ob sie gescheitert ist, stellt er ihr großes Bemühen in den Vordergrund. Er betont ihren Mut, auch wenn er nur kurz war. Und durch seine Sicht auf das, was sie erlebt hat, sieht auch die Enkelin sich nach und nach mit neuen Augen an. Der Leistungsdruck, dem sie sonst ausgesetzt ist, fällt von ihr ab. Nie fragt der Großvater, ob sie genug getan und sich ausreichend angestrengt hat. Ob die Zwei nicht auch eine Eins hätte werden können.

Sie ist da, das genügt.

Der Segen ihres Großvaters bleibt bei dem Mädchen wie ein großer Schatz, auch als er stirbt. Er hat sie „signiert“ (wie es der lateinische Begriff „Signum“ sagt, von dem unser Wort „Segen“ stammt). Und damit hat er ihr ein „Herzlich Willkommen“ eingeprägt.

Diese Geschichte habe ich vor vielen Jahren entdeckt. Seitdem lässt sie mich nicht mehr los. Es ist, als ob sie mit ihrer Geschichte den Segen des Großvaters weiterreicht – auch an uns. Und irgendwie macht diese Geschichte die Jahreslosung noch einmal auf eine besondere Weise anschaulich: „Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37)

Nach: „Der Segen meines Großvaters“ von Rachel Naomi Remen