Wie geht eigentlich Glauben?

Liebe Apis, liebe Freunde,
 
wie fängt man die Sache mit dem Glauben eigentlich an? So einfach ist das ja nicht. Schließlich fällt der Glaube nicht vom Himmel. Dabei ist er ein Geschenk des Himmels. Aber dass wir ihn, ganz irdisch, auch begreifen und fassen – das geht schrittweise. Viele fragen gerade nach diesen ersten, ganz grundlegenden Schritten: Wie geht eigentlich Glauben?

Glauben ist mehr als eine Weltanschauung. Glauben ist mehr, als etwas für wahr und etwas anderes für falsch zu halten. Glauben heißt, dass wir jemandem vertrauen. Dass wir uns auf das Wort eines anderen verlassen. Und dass wir es wagen, so zu leben. – Es beginnt immer damit, dass wir etwas von Gott hören. Wir erfahren, was er für uns getan hat. Wir hören von Jesus und seinen Versprechen an uns. „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen Sohn für mich gab.“ Ich fange an, diesen Satz zu beherzigen. Ich lasse mir Gottes Worte sagen. Und widerspreche nicht. Ich lasse das Evangelium gelten und sage „Amen“ dazu. Die gute Nachricht begreife ich nicht voll und ganz, aber etwas von ihr sickert nach und nach in mein Herz und verändert alles. Ich gebe zu, dass ich Vergebung brauche, denn ich sehe ein, dass ich schuldig geworden bin. Ich entdecke auf einmal, wer Jesus ist und für mich sein will – und dabei entdecke ich mich selbst ganz neu: Ich bin trotz allem ein von Gott geliebter Mensch.

Ich beginne zaghaft mit einem ersten Gebet

Diese Einsicht drängt nach Ausdruck. Gottes Wort ist auf meine Antwort aus. Gottes Liebe wartet auf Erwiderung. Wenn es so ist, dass Gott eine Beziehung zu mir sucht, ja dass er als mein Vater in einer Beziehung zu mir steht, dann verändert das alles. Darum ändere ich alles: Ich antworte darauf und beginne zaghaft mit einem ersten Gebet. So fängt Glauben an. Ich suche den Kontakt mit meinem himmlischen Vater und mit Jesus, seinem Sohn, der ganz für mich da ist. Ich frage, wer er genau ist und was er will. Darum lese ich in der Bibel und begreife vieles nicht, aber das Wenige, das ich verstehe, ist mehr als ich zum Leben brauche. Ich beginne, anders zu leben. Manches lasse ich. Manches tu ich zum ersten Mal. Auf einmal bete ich, suche Kontakt zu andern Christen und habe andere Ziele für mein Leben. Da ist eine ganz neue Freiheit, eine bislang ungeahnte Gewissheit, eine neue Verbindung mit Menschen, die ich vorher kaum kannte, und da ist zwar nicht der Himmel auf Erden, gewiss nicht, und doch in meinem Herzen ein ganz neues Glück.

So kann ein Anfang im Glauben aussehen. Bei der einen so, beim anderen etwas anders. Bei proChrist laden wir herzlich dazu ein, erste Schritte im Glauben zu wagen. Wir reden über diese ersten Schritte und bieten an, Menschen auf diesem Weg zu begleiten. Schritt für Schritt. Respektvoll und liebevoll, freundlich und diskret, einladend und herzlich. Bitte gehen Sie doch mit. Beten Sie mit. Wagen Sie selbst neu Schritte auf dem Weg ins Leben und begleiten Sie andere dabei!

Seien Sie herzlich gegrüßt
Ihr
Steffen Kern