Philipper 4, 10-23

Gottes Fürsorge in allen Lebenslagen

In diesen Versen beschreibt Paulus seine Erfahrungen mit Gott in Bezug auf seine leibliche Versorgung.

Jesus trägt durch (V. 10-13)
Paulus erlebt ganz praktisch durch die Hilfe der Christen in Philippi, dass Jesus durchträgt. Diese Zuwendung ist für ihn ein Handeln Jesu. Darüber kann er sich sehr freuen. Die Durchhilfe Jesu wird aber auch daran erkennbar, dass Gott ihn hatte lernen lassen, sich zu begnügen mit dem, was er hatte. Auch für den Apostel war es nicht selbstverständlich, eine solche Lebenshaltung zu haben. Er durfte aber in der Gemeinschaft mit Jesus lernen. Lernen bedeutet auch Einübung, und das braucht Zeit. Es kam nicht einfach automatisch. Und er sagt das nicht als einer, der so tut, als sei er über alles erhaben.
Paulus weiß: Hunger ( Mangel) tut weh! Versorgt-Werden (Überfluss haben) tut gut. Aber im einen wie im anderen Fall erfährt er die Macht des Christus. Die Macht, die ihn durchträgt, die ihn mächtig macht.
Auch wir dürfen heute damit rechnen, dass Gott uns in Jesus das gibt, was wir brauchen, und dass er auch unsere Einstellung zu den Gütern verändern kann, damit auch wir bezeugen können: „Ich vermag alles durch Christus, der mich mächtig macht.“

Jesus befähigt zum Geben (V. 14-18)
Obwohl Paulus es lernte, sich von den äußeren Umständen nicht beeinflussen zu lassen, lobte er die Philipper dafür, dass sie an seinem Ergehen Anteil genommen hatten. Er erkennt am Handeln der Christen, dass eine geistliche Frucht entstanden ist.
Einander als Christen beizustehen und die Gaben zu teilen, war schon das Anliegen Jesu, als er noch mit seinen Jüngern unterwegs war. So lesen wir in Lk 6,38: „Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch wieder messen.“ Das Geben eines Christen bleibt nicht verborgen, es wird von Gott wahrgenommen. Der Schreiber des Hebräerbriefes fordert uns in Kapitel 13,16 ebenfalls dazu auf, anderen Christen Gutes zu tun. Dort lesen wir: „Gutes zu tun und mit anderen zu teilen, vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ Auch hier dürfen wir dem Vorbild der Philipper nacheifern, um Gott zu ehren.

Jesus beschenkt (V. 19-23)
In dem Lied, “ Wer Gott folgt” (GL 492) heißt es: „Auch als Verlierer kommt ihr nicht zu kurz. Gott bringt euch an sein gutes Ziel.“
Paulus weiß, dass Gott die Philipper, die ihm materielle Güter zur Verfügung gestellt hatten, auch wieder beschenken kann. Die Verheißung gilt, dass Christus denen, die gegeben haben, auch geben wird, was zu ihrem Lebensunterhalt notwendig ist. Denn Gott steht ein viel herrlicherer Reichtum zur Verfügung, als wir erahnen können.
Als der Apostel an Gottes überreiche Fürsorge denkt, bricht er in Lobpreis aus. Er kann Gott nur ehren und seine Größe anerkennen. Das ist eine angemessene Sprache und Haltung für jeden Christen, der täglich die gnädige Fürsorge Gottes erlebt.

Fragen zum Gespräch:
· Was heißt es heute konkret, “sich genügen” zu lassen?
· Wie denken wir über das “Geben”?
· Auf welche Art und Weise hat Gott unserem Mangel schon abgeholfen?

Hermann Baur, Reutlingen

Impulse zur Veranschaulichung für Kinder und Erwachsene:
· Verschiedene Sprichwörter und Bibelverse zum Thema „Geld“ auf Zettel schreiben, verteilen und vorlesen lassen.
Anregungen unter Arbeitshilfe
· Kinderlied zu V. 13: „Ich will nicht mehr sagen, ich kann das nicht …“ aus „Du bist Herr“ – Kids Band 2.
· Zu V. 15: Mit welchen Christen (vielleicht in der Diaspora) sollten wir „Gemeinschaft im Geben und Nehmen“ pflegen? > Evtl. solch eine Gemeinde vorstellen.


Sprichwörter / Sätze zum Thema „Geld“:

· Geld regiert die Welt.
· Geiz ist geil.
· Mir send bloß hälinga (heimlich) reich!
· Geld macht nicht glücklich – aber es beruhigt.
· Geld vor, Recht nach.
· Geld stinkt nicht.
· Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.
· Geld oder Liebe.
· Lieber arm und gesund als reich und krank.
· Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
· Geld verdirbt den Charakter.
· Von Geld spricht man nicht, Geld hat man.
· Geld ist weder bös noch gut; es liegt an dem, der´s brauchen tut.
· Wer das Geld gibt, der bestimmt die Musik.

Bibelstellen zum Thema „Geld“ bitte in einer Konkordanz nachschlagen.