Reformatorisch, biblisch, lebendig

Im Jahr 1857 trafen sich Christen aus verschiedenen Gemeinschaften
in Württemberg zu einer Konferenz in Stuttgart. Sie beschlossen, sich in Zukunft zusammenzuschließen und gegenseitig zu unterstützen. Damit waren die Apis geboren, der Altpietistische Gemeinschaftsverband. Der Begriff „altpietistisch“ weist dabei auf die frühen Wurzeln des Verbandes:

Die Gründungsmitglieder wollten ...

... den gemeinsamen Glauben durch Lesen der Bibel und das Gebet stärken,
... den persönlichen Glauben fördern,
... soziale Verantwortung in der Gesellschaft wahrnehmen,
... den Dienst in Mission und Diakonie weltweit unterstützen.

Die Reformation

Martin Luther entdeckte ganz neu den Kern des Christseins: Menschen werden vor Gott nicht durch gute Werke gerecht, sondern allein durch den Glauben an Jesus Christus. Seine Gnade genügt. Diese reformatorische Grundlage trägt und prägt die Apis bis heute: allein Christus, allein die Schrift, allein die Gnade, allein durch den Glauben.

Der Pietismus

Philipp Jakob Spener gab etwa 150 Jahre später neue Impulse zur Reformation der Kirche. Er war überzeugt davon: Wenn Menschen mehr in der Bibel lesen, selbst über das Wort Gottes nachdenken und den Glauben leben, dann wird die Kirche neu belebt.

So wurde der Pietismus tatsächlich zu einer entscheidenden Erneuerungsbewegung. Viele diakonische Werke, pädagogische Einrichtungen und Missionen sind durch ihn entstanden.

Im Mittelpunkt der Apis steht daher bis heute die Liebe zu Gott und seinem Wort und die Liebe zum Mitmenschen.

Biblisch orientiert und weltoffen zugleich, evangelisch klar und lebensnah - das ist typisch für die Apis.

Menschen mit dem Evangelium zu erreichen und im Leben zu begleiten, ist bis heute ein wesentliches Anliegen.

Das Pietistenskript

Das Pietistenskript ist die gegenseitige Erklärung zwischen Evangelischer Landeskirche und Landeskirchlichen Gemeinschaften „Pietisten-Reskript 1993“ vom 22. Dezember 1993

Den Originaltext finden Sie hier.

Pietistenreskript zum Download

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