Sommer-Zeltlager 2016:
Aus dem Tagebuch eines Mitarbeiters

Freitag, 5. August

15.00 Uhr: Die letzte Liste ist abgearbeitet. Der Koffer ist gepackt. Vorfreude kommt auf. Endlich geht es los. Eine Woche Zeltlager – ohne ständig verfügbaren Strom, ein bequemes Bett und genügend Schlaf. Dafür ein Zeltplatz in traumhafter Lage, hoffentlich gutes Wetter, eine tolle Zeit mit den Kindern und Dixi-Klos.

18.00 Uhr: Freitagabend, Stau auf der Autobahn. Davor sind auch Mitarbeiter nicht geschützt. Unser Treffen am Abend vorher beginnt verspätet. Alles wird noch mal durchgesprochen. Zum Schlafen ist das Gemeinschaftshaus in Unteraspach sowieso zu warm.

Samstag, 6. August

11.00 Uhr: Ankunft auf dem Lagerplatz. Die Jungs vom Bubenlager räumen noch zusammen und gehen dann Pizzaessen – die Glücklichen. Nach der Übergabe des Zeltplatzes wird es langsam hektisch, denn bald schon kommen die Kinder an und bis dahin muss alles vorbereitet sein.

15.00 Uhr: Strandbad in Kocherstetten. Die ersten Autos mit Kindern kommen an. Das Kitzeln im Bauch könnte mit Lampenfieber zu tun haben. Eine Woche sind wir für die Kinder verantwortlich. Andererseits eine ganze Woche Zeit, um die Kinder für Jesus zu begeistern. Jetzt geht es los – die Kinder setzen gleich mal mit dem Floß über den Kocher und machen sich auf den Weg zum Zeltplatz. Unterwegs dürfen sie noch ein paar Aufgaben lösen.

Sonntag, 7. August

7.30 Uhr: Mitarbeitertreffen. Der erste ganze Tag auf dem Zeltlager. Einige Kinder sind schon früh wach und stochern im Lagerfeuer rum – für manche sowieso mit das Beste am Zeltlager. Nach dem Frühstück dann die Bibelarbeit. Dieses Jahr hören und erleben wir die Geschichte von Daniel. Der war ganz schön mutig.

15.00 Uhr: Weil es so warm ist, stellen wir das Programm am Nachmittag so um, dass es noch für eine Kocherfahrt reicht. Obwohl viel gejammert wird, weil man die Luftmatratze einen Kilometer weit tragen muss, haben doch alle viel Spaß daran, sich auf dem Wasser hinuntertreiben zu lassen.

Dienstag, 9. August

18.00 Uhr: Ui, ganz schön stressig hier. Bald beginnt der Abend und es ist noch nicht alles gerichtet. Und die Fortsetzungsgeschichte am Lagerfeuer muss ich auch noch mal anschauen. Aber bis jetzt hat alles gut geklappt. Die Kinder machen alle gut mit und sind interessiert dabei.

22.00 Uhr: War es jemals schon so kalt auf dem Lager? Diese Woche sind sogar einstellige Temperaturen möglich.

Mittwoch, 10. August

10.00 Uhr: Aufbruch zum Tagesgeländespiel. Den Weg in den Wald hoch finden einige recht steil – zum Glück gibt es Seile, an denen man sich festhalten kann. Heute machen wir alles unterwegs: Bibelarbeit, Mittagessen, dann das große Spiel im Wald oberhalb vom Lagerplatz. Das Spiel hat für alle Temperamente etwas: einander Stöckchen abjagen oder heimlich welche ins gegnerische Lager transportieren. Es macht viel Spaß und am Schluss gibt es einen klaren Sieger.

16.00 Uhr: Alle schleppen sich müde zurück zum Zeltplatz. Nur die großen Jungs schlagen noch ein paar Mitarbeiter breit, nochmal eine Lumafahrt auf dem Kocher zu machen. Sie schaffen es gerade noch rechtzeitig zum Abendessen. Fazit: Der Kocher war kalt.

Donnerstag, 11. August

14.00 Uhr: „Pflaster-Nachmittag“. Es finden Workshops statt. Dort wird gebastelt und geschnitzt. Bis zum Abend entsteht ein Fackelkreuz. Die Kinder haben Kerzen auf Sackleinen kleingeschnitzt und um Holzstangen gewickelt, die zu einem Kreuz zusammengebaut wurden. Am Abend wird es dann am traditionellen Kreuzabend angezündet. Sieht toll aus.

23.00 Uhr: Selten etwas so bewegendes erlebt wie diesen Kreuzabend. Gibt es etwas Schöneres als Kinder zu beobachten, die voller Gewissheit bekennen, dass sie ein Kind Gottes sind?

Freitag, 12. August

7.30 Uhr: Letzter ganzer Tag auf dem Lager. Gerade fährt das Auto mit dem Spanferkel-Grill auf den Platz. Die Jungs aus Gerhausen sind extra angereist, um uns ein Spanferkel zu grillen – Danke! Leider regnet es.

16.00 Uhr: Trotz Regen spielen einige Tapfere „British Bulldog“. Der Rest genießt einen Film im großen Zelt. Und der Regen hört pünktlich wie vom Wetterbericht angekündigt auf. Dem bunten Abend mit Spanferkelessen steht nichts mehr im Weg.

Samstag, 13. August

9.00 Uhr: Schon vorbei das Lager? Der Müdigkeit nach, ja. Aber es war eine tolle, berührende, echt gesegnete Woche! Die ersten Eltern kommen auf den Platz und holen ihre Kinder ab. Abschiedsszenen, Adressentausch und das Versprechen, sich nächstes Jahr wieder anzumelden. Wenn nur das Aufräumen und Abbauen jetzt nicht wäre …

Claudia Trick, Gemeinschaftsdiakonin, Nellingen
(Auszug aus dem Magazin „Gemeinschaft“ 11/2016)

Vorschau 2017:

4.-10. Juni 2017: Pfingst-Camp in Hohenlohe für Mädchen und Jungen von 9 bis 13 Jahren
28. Juli -5. August 2017: Abenteuer-Zeltlager im Kochertal für Jungen von 9 bis 13 Jahren
5.-12. August 2017: Sommer-Zeltlager im Kochertal für Mädchen und Jungen von 8 bis 13 Jahren