Musik: Echo des Evangeliums

Liebe Apis, liebe Freunde,

„wer singt, lobt doppelt“, soll Martin Luther gesagt haben. Und ich finde, er hat recht damit. Wenn wir singen, dann geben wir unserem Gotteslob einen besonders intensiven Ausdruck. Leib und Seele singen und beten mit, und das zur Ehre Gottes. Unser Leben als Christen, aber auch als Gemeinde und Kirche wäre ohne die Musik schlechterdings nicht vorstellbar. Gottesdienst und Kirche leben davon, dass gemeinsam in den verschiedensten Tonarten des Lebens und Glaubens gesungen wird. Ohne die Musik wüssten wir nichts von den Liedern Martin Luthers, Paul Gerhardts, Gerhard Tersteegens und Philipp Friedrich Hillers. Auch die neuere geistliche Musik der Gospels und Spirituals oder der aktuellen Lobpreislieder wäre uns fremd. Musik aber geht uns näher, als Worte es vermögen. Sie lässt uns gemeinsam singen und mehrstimmig beschwingt das Gotteslob erheben. Sie lässt uns aber auch in einsamen Stunden nicht allein. Wir singen und loben in den Hochzeiten des Lebens, und wir werden durch die Musik getragen und getröstet in den schweren Zeiten. Es ist eine immer wieder neue Erfahrung, dass am Kranken- oder Sterbebett Psalmen und Lieder noch zu trösten vermögen, wenn unsere Worte längst an ihre Grenzen gekommen sind. Die Musik erreicht die Herzen der Menschen. Auch dann, wenn sie dem Glauben und der Gemeinde fern stehen. Darum ist Musik auch immer eine missionarische Möglichkeit, um Menschen mit dem Evangelium von Jesus Christus zu erreichen.

Musik öffnet Herz und Himmel

Musik ist aber nicht nur etwas für diese Welt und die Gemeinde. Musik hat etwas Himmlisches. Es ist ganz erstaunlich, dass Lieder die Bibel von Anfang an durchziehen. Da gibt es das Lied des Mose und das der Mirjam, die Psalmen und Lieder Davids, aber auch die Christushymnen und die Loblieder in der Offenbarung. Seit Gott sich dieser Welt offenbart hat, wird gesungen. Es scheint so zu sein, als wären der Gesang und das Lob Gottes das dem Handeln Gottes entsprechende Echo. Die ältesten Texte des Neuen Testamentes sind Lieder. Zum Beispiel das große Christuslied aus Philipper 2, das entfaltet, wer Jesus ist und was er für uns getan hat. Darum können wir im Blick darauf zu Recht sagen, die Musik öffnet nicht nur unser Herz, sondern auch den Himmel.Ich wünsche Ihnen beim Studieren dieses Magazins viele neue Entdeckungen, hilfreiche Impulse und immer wieder einen Anlass, ein Lied zu singen oder wenigstens zu summen.

Es grüßt Sie freundlich
Ihr
Steffen Kern