Moses Berufung Gott beruft seinen Mitarbeiter (2.Mose 3)

Einleitung
Das Volk Israel ist in Ägypten – in der Fremde, in der Knechtschaft. Seit dem Weg Jakobs mit seiner Großfamilie nach Ägypten sind 430 Jahre vergangen. Knechtschaft und bitterer Frondienst mit zunehmender Unterdrückung kennzeichnen die Situation. Doch zugleich entwickelt und entfaltet sich die Segensspur Gottes aus Treue zu seiner Verheißung an Abraham: Sie wurden ein großes Volk (vgl 1.Mose 12,1-3). Das Geheimnis ist uns in Kap 1,12 beschrieben: „Je mehr sie das Volk bedrückten, desto stärker mehrte es sich und breitete sich aus.“ Doch die Not nimmt zu. Oft ist es so: Wenn Gott eingreift und segnet, regt sich auch der Widersacher und verstärkt den Druck, die Verfolgung, die Anfechtung. Die Hebammen wurden angewiesen, die kleinen Knaben zu töten. In Kap. 2,23 (unmittelbar vor unserer Geschichte!) lesen wir: „Und die Israeliten seufzten über ihre Knechtschaft und schrien, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor Gott. Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Und Gott sah auf die Israeliten und nahm sich ihrer an“ (V. 23-25).
Gott beginnt einen neuen Weg mit seinem Volk.
Gott will retten – und er rettet und errettet sein Volk. Hier entfaltet sich Gottes Treue zu seinem Bund: „Er gedachte seines Bundes“. So bereitet er seine große Rettungsaktion vor, indem er einen Menschen ruft und beruft. Wir sehen in dieser Geschichte Grundlinien der Berufung von Mitarbeitern durch Gott.

1. Mose – der Gescheiterte
Der Beginn der Rettung ist das Scheitern der Wege Moses. Im vorausgehenden Kapitel lesen wir, dass mitten in die Not der Israeliten hinein ein Sohn geboren wird. Dieser Mose will die Wende selbst bringen. Doch die selbstgestrickte Rettung trägt nicht. Der Weg des Revolutionärs endet in der Katastrophe, in der Flucht – und schließlich in einem normalen bürgerlichen Leben. Er, der viel tun wollte, verschwindet in der Bedeutungslosigkeit eines Hirtenlebens (V. 1). Angestellter beim Schwiegervater war er. Nach 40 Jahren hat er noch keine eigene Herde. Alle hochtrabenden Pläne waren dahin – er begnügte sich mit dem, was da war. Mose hatte mit Sicherheit nicht mehr mit der Befreiung seines Volkes gerechnet – doch Gottes Zeiten sind anders. Moses Stärke hatte nicht die Wende gebracht. Es war wie später bei Petrus in Gethsemane. Die selbstgestrickte Rettung mit dem Schwert trug nicht. Er erlebte den totalen Bankrott. Doch mit diesen bankrotten Petrus fing Jesus an – gerade mit ihm: „Weide meine Lämmer“. So auch hier mit Mose – auch er weidet Lämmer. Aus der Tiefe heraus fängt Gott neu an: „Wo Menschenwege enden, fängt Gottes Weg erst an...“ (GL 500).

2. Mose – der Herausgezogene
Gott beginnt das Neue durch das Herausreißen aus der alten Situation. Ps 18,20: „Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.“ Zunächst wurde Mose aus dem Wasser gezogen – und so sein Leben errettet. Dann wurde er aus Ägypten geholt, herausgelöst vom Hof des Pharao, wo sein Leben eine ganz andere Bahn mit sich gebracht hätte. Und schließlich wird er aus der Wüste geholt. Heraus aus der Einsamkeit, hin zu einem neuen Auftrag. Deutlich wird dieses Herausholen auch in dieser Geschichte (V. 5): „Mose – zieh deine Schuhe von deinen Füßen“. Die Schuhe sind die Grundlagen zum Gehen. Deine alten Grundlagen brauchst du nicht mehr. Zieh das Alte aus – geh einen neuen Weg!
Bis heute ist es noch so: Wenn Gott einen neuen Weg gehen will, muss er einen Menschen oft erst aus den seitherigen Gebundenheiten herauslösen, ja mitunter auch herausreißen, damit wir fähig werden, ihm zu dienen. Paulus: „Leget ab...“. Ps 91,15: „Ich bin bei ihm in der Not. Ich will ihn herausreißen und zu Ehren bringen.“

3. Gott beginnt – ER kommt
Gott ist einfach da! Und er kommt seinem Volk entgegen: „Ich bin herniedergefahren“. Er kommt. Er offenbart sich dem Mose, und er handelt. Dabei ist nach außen hin zunächst noch gar nichts sichtbar, als Gott eingreift. Er ist schon unterwegs – aber das Volk in Ägypten merkt noch nichts. Der Tag der Gottesoffenbarung am Sinai war ein Tag der Knechtschaft in Ägypten wie jeder andere. Aber Gott hat die Rettung bereits in die Wege geleitet – ja vollzogen. Wir beachten, dass in 2,24 die Vergangenheitsform steht: „Und Gott erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes“. Das ist biblische Botschaft: „Ehe sie rufen, will ich hören“. Prophetisches Denken hat darin seine Spitze: Was geschehen wird sichtbar in dieser Welt und Zeit, das hat Gott bereits getan – unsichtbar in der Ewigkeit.
Und er kommt in einem Dornstrauch. Dornen und Disteln sind Zeichen des Fluches. Wir erinnern an 1.Mose 3: „Verflucht sei der Acker um deinetwillen. Dornen und Disteln soll er dir tragen...“. Denken wir an die Dornenkrone auf dem Haupt Jesu. Er trägt den Fluch – für uns! Gott kommt hier an einen verfluchten Ort zu einem verfluchten Menschen. Wie tröstlich: Gerade hierher kommt er, hier beginnt er. In einem Dornbusch ist er gegenwärtig – am Ort des Fluches! Das Zeichen seiner Gegenwart ist das Feuer. Es verzehrt nicht, denn dieses Feuer ist nicht irdisch genährt. Es ist real und doch nicht fassbar. Zeichen der göttlichen Gegenwart – denken wir an die Pfingstgeschichte (Apg 2,3). Sein Kommen ist unabhängig davon, ob wir etwas Brennbares zu bieten haben, etwas Habhaftes, an dem Gott anknüpfen kann. In uns ist nichts – gar nichts. Er braucht auch nichts Brennbares – sein Wirken geschieht aus dem Nichts heraus und ist durch eine andere Kraft gespeist.

4. Die Rettung beginnt mit seinem Wort und mit einem Menschen
Gott spricht. Er spricht einen Menschen an. Und so beginnt Neues – Rettung und Heil für sein Volk. Mit seinem Wort schuf er die Welt aus dem Nichts. Christus als das geoffenbarte Wort Gottes leitet die Rettung der Welt ein. Und so gilt auch hier bei der Rettung des Volkes Israel aus der Knechtschaft: „Am Anfang war das Wort“.

Dabei braucht Gott nicht die Masse, um Neues zu bewegen, um Heil und Rettung zu schaffen. Er gebraucht einen Menschen, der sich ihm ganz zur Verfügung stellt, den er beschlagnahmt. Und so beginnt er nicht im Kollektiv, sondern persönlich: „Mose – Mose!“ Wenn Gott ruft, meint er uns ganz persönlich.

Dieses persönliche Wort kommt bei Mose mitten in den beruflichen Alltag. Gott sieht uns in unserem Alltag – da will er uns begegnen (wie später bei Petrus und den Jüngern). Aber es ist nicht alltäglich – es ist überraschend, es ist voller Wirkung.

5. Gott offenbart sich
Welch eine Gottesoffenbarung! Sie wird zunächst deutlich an seinem Namen. (Verse 6 und 14 lesen.) Gott hat einen Namen – und damit drückt er sein Wesen aus. Der Name steht im AT stets für das Wesen.

a) Gott offenbart sein Wesen – seine Namen
In V. 6 stellt er sich vor als der „Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“. Damit sagt er: Schau doch Abraham, Isaak und Jakob an – dann kannst du mich erkennen. Wie ich in ihrem Leben gewirkt habe – so bin ich! Wir beachten: Er stellt sich nicht nur vor als der Gott Abrahams – nein: Ganz bewusst nennt er sich den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs! Alle drei Erzväter werden genannt. Schau alle drei an. An ihnen zusammen erkennst du Wesentliches von mir. Kein Mensch ist auch nur annähernd fähig, allein die Vielfalt, Weite und Größe Gottes widerzuspiegeln, geschweige denn aufzunehmen. Jeder kann nur einen Teil dessen darstellen, wer Gott ist. Schau Abraham, Isaak und Jakob zusammen an: Hier erkennst du die wesentlichen Akzente.
· Der Gott Abrahams offenbart seinen Willen und seinen Anspruch (1.Mose 12/1.Mose 22).
· Der Gott Isaaks ist der Gebende, der Schenkende; der Gott, der uns entgegenkommt (Joh 3,16).
· Der Gott Jakobs ist der Gott, der ein Leben völlig verändert und trotz Schuld und Schwierigkeiten ans Ziel kommt – der Gott, der die Treue hält (Röm 11,26ff).
So sehen wir in dieser Geschichte diese drei Wesensmerkmale Gottes.

Noch deutlicher offenbart sich Gott in V. 14: „Ich werde sein, der ich sein werde“. In 1.Mose 32 bei Jakob hat er sich noch nicht in dieser Weise geoffenbart. Jakob fragte ihn: „Sag doch, wie du heißest? Und er sprach: Warum fragst du, wie ich heiße?
Hier darf Mose den Gottesnamen erfahren und damit noch mehr ins Wesen Gottes schauen. Letztlich ist dieser Name „Jahwe“ unübersetzbar. Gott ist eben nicht zu greifen und zu fassen und nicht endgültig festlegbar. Aber: Was klingt durch?
· ICH BIN: Ich bin da – einfach da – mitten unter euch: gestern, heute, morgen, wann immer du mich brauchst.
· ICH BIN: Es ist auch ein Dasein im dynamischen Sinn: Ich bin wirksam, tätig, ich handle.
· ICH BIN: Es bedeutet auch: Ich bin für euch da. Auf mich kannst du dich verlassen.
· ICH BIN: Es bedeutet schließlich: Ich bin der Herr. Mir ist gegeben alle Gewalt. So begegnet Jesus seinen Jüngern, als sie diese Wesensoffenbarung benötigen, ehe er sie allein zurücklässt bei seiner Erhöhung zum Vater (Matth 28,20), oder mitten auf dem stürmischen Meer in der Todesangst tritt er ihnen entgegen: „Ich bin’s, fürchtet euch nicht!“
Beide Verse (V. 6 und 14) zeigen zugleich die Kontinuität der Gegenwart Gottes auf: Damals bei Abraham, Isaak und Jakob war ich - heute bin ich derselbe. Denn dazwischen liegt ein langes Schweigen von 400 Jahren.
Gott kann oft lange warten. Aber er ist und bleibt derselbe, auch über Jahrhunderte hinweg.
Welch gewaltige Botschaft für uns: „Jesus Christus – gestern, heute und in Ewigkeit derselbe!“ Verlässlich, ewig, treu. Darauf kann man ein Leben gründen!

b) Gott offenbart sein Handeln - er kommt als Retter
Es ist kein anonymer oder untätiger Gott. Nein: Gott handelt. Beachten wir, mit welchen Aktivitäten Gott sich hier selbst vorstellt:
· Ich habe gesehen – wie tröstlich: Er sieht. Es ist ein Sehen unserer Situation mit Augen wie Feuerflammen – aber auch ein Hineinsehen in die tiefste Not mit den Augen der Liebe – so wie wir es oft bei Jesus lesen: „Er sah...“. Am Schönsten ist das in Luk 15 deutlich: „Und als er ihn von ferne sah...“.
· Ich habe gehört. Gott hört! Gott nimmt wahr. Er hört das stille Beten, das leise Seufzen, aber auch das Schreien, wenn wegen Brutalität anderer Menschen nur noch Schreien übrig bleibt. „Du erhörst Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.“
· Ich habe erkannt. Gott hat den Durchblick. Es ist ein inneres Erkennen dessen, was der Mensch braucht. Es ist ein Wahrnehmen, das Barmherzigkeit und Liebe ausdrückt. Erkennen heißt biblisch ja immer: in ganzer Liebe dem anderen zugetan sein und ihn dadurch im Innersten verstehen und kennen lernen.
· Ich bin herniedergefahren. Gott zieht Konsequenzen: Das Sehen – Hören – Erkennen bleibt bei Gott nie ohne Wirkung. Wenn Gott betroffen ist, setzt er etwas in Bewegung. So lesen wir in 1.Mose 11 beim Turmbau zu Babel: „Der Herr sah und fuhr hernieder“. Weil er das Elend der Menschen sieht, deshalb handelt er. Denken wir an Luk 15: Der Vater sieht – erkennt – und handelt! Und so bekennt Zacharias im Zusammenhang der Menschwerdung Jesu: „Er hat besucht – und erlöst sein Volk“. Deshalb nahm er Knechtsgestalt an.
Deshalb ist Gott handelnde Realität - eine geschichtsschreibende Realität. Er ist mitten unter uns mit seinem Sehen, Hören, Erkennen und Eingreifen – als Retter.

Es gibt Zeiten, in denen Gott nicht sofort eingreift. Man denkt, die Dinge nehmen ohne ihn seinen Lauf. Doch er greift ein – und er wird auch eingreifen. Er wird auch das Schreien der Gläubigen heute hören – ganz persönlich; aber auch den Ruf nach Erneuerung und Erweckung.
Wenn nicht heute – dann morgen.
Wenn nicht morgen – dann übermorgen.
Er ist nicht der ferne Gott.

6. Er verhüllt sich zugleich
Mose spürt: Die Nähe Gottes braucht zugleich Verhüllung: „Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen“ (V. 6b).
Elia spürte es am Berg Horeb (1.Kön 19). Jesaja spürte es: „Weh mir, ich vergehe...“ (Jes 6).
Petrus spürte es: „Geh von mir hinaus...“ (Luk 5). Johannes erlebte es in der Offenbarung: „Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot“ (Offb 1).
Gott offenbart sich – und entzieht sich zugleich dem menschlichen Zugriff, was hier durch den brennenden Busch zum Ausdruck kommt, der nicht verzehrt. Man sieht Gottes Handeln – und doch lässt er sich nicht greifen und festmachen. Gott offenbart sich – und bleibt doch immer zugleich verhüllt.
· In seinem WORT: Die Bibel ist Gottes Offenbarung und doch zugleich verhüllt in einem menschlichen Buch, durch Menschenwort – nur der Glaube sieht’s!
· Im ABENDMAHL: Sichtbar in Brot und Wein und doch zugleich verhüllte Kraft und Gegenwart Gottes.
· In JESUS hat sich Gott am tiefsten geoffenbart: „Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit“ (Joh 1,14). Aber: Diese Enthüllung Gottes war zugleich Verhüllung
- als Kind in der Krippe
- als Mensch mit allen menschlichen Gegebenheiten, denn er „entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an“ (Phil 2). Deshalb sagten die einen: Er ist des Zimmermanns Sohn.
Und die andern: Du bist Christus. So kann nur der sagen, dem es geoffenbart ist durch den Heiligen Geist, denn „Fleisch und Blut haben dir das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel“ (Matth 16). Gott offenbart sich mächtig in Christus. Und zugleich hüllt er in die Menschwerdung das ganze Geheimnis seiner Gottheit ein. Erst eines Tages wird es anders sein, wenn wir ihn sehen, wie er ist (1.Joh 3,2).

7. Er gibt einen Auftrag
„So gehe nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Israeliten, aus Ägypten führst“ (V. 10). Die Gottesoffenbarung hat ein Ziel: Gott gibt dem Mose einen Auftrag. Eine Offenbarung bringt immer einen Anspruch Gottes in unser Leben, eine In-Dienst-Nahme. Erwählt – zum Dienst!! Gott offenbart sich nicht, damit wir uns in seinem Glanz sonnen oder einige Streicheleinheiten erhalten. Er offenbart sich, damit er durch Menschen etwas bewegen kann. Stets ist die Berufung mit einem Auftrag, mit einer Sendung verbunden: „So gehe nun hin!“
· Beispiel Petrus: „Ich will dich zum Menschenfischer machen...“ (Luk 5). Nach der Auferstehung: „Weide meine Lämmer...“ (Joh 21).
· Beispiel Paulus: „Dieser ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel“ (Apg 9).
So wird Mose nach Ägypten gesandt, hinein in die Schaltzentrale menschlicher Macht, um dort die göttliche Macht zu offenbaren.
Gott handelt souverän – aber er beauftragt Mose als sein Werkzeug.
Es ist wie bei einer Türe: Die Scharniere ermöglichen die Drehung. Kraft haben die Scharniere nicht. Die Kraft, die die Scharniere bewegt, kommt von außen.
Wir sind nur Scharniere, damit sich etwas bewegt. Die Kraft gibt er. Kraft haben wir keine – aber wir haben den Auftrag! Das Problem ist: Wir wollen oft nicht Scharniere sein. Wir wollen gerne Kraftquelle sein.
Gott muss und will bewegen – ich muss nur zur Verfügung stehen. Um das geht es bei der Berufung. Dabei hat Gott hier – wie bei jedem Auftrag – ein Ziel vor Augen: „ein gutes, weites Land, ein Land, darin Milch und Honig fließen“ (V. 8).

8. Verheißung und Zuspruch
Mose hat Einwände – verständlicherweise! V. 11: „Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehe und führe die Israeliten aus Ägypten?“ In der Tat: Wenn er auf sich sieht, so hat er berechtigte Zweifel und Einwände. Doch Gott antwortet: „Ich will mit dir sein“ (V. 12).
Gott gibt eine Verheißung mit: Mose – ich bin doch da – immer wenn du mich brauchst! Das genügt. Bonhoeffer sagt treffend: „Gott fordert von uns nichts, ohne uns nicht zugleich die Kraft zu geben, es auch zu tun.“ Mose erhält einen Zuspruch! Das Wichtigste, Mose, ist, dass ich mit dir bin!
In der Zusage der Gegenwart Gottes liegt eine ungeheure Kraftquelle. Genau denselben Zuspruch erhalten die Jünger Jesu beim Missionsbefehl Matth 28,16ff.
- zuerst den Auftrag: Gehet hin...
- dann den Zuspruch: Ich bin bei euch alle Tage...
So werden wir hier mit hineingenommen in das Geheimnis einer göttlichen Berufung.
· Eine persönliche Gottesoffenbarung
· Ein Auftrag
· Eine Verheißung.

Du bist bei mir, das ist mir Kraft und Freude und in Gefahren meine Sicherheit.
Du bist bei mir, wie gestern, so auch heute und morgen wieder und zu aller Zeit!

Otto Schaude, Reutlingen

Impulse zur Veranschaulichung für Erwachsene und Kinder:
Symbol für rotes Seil: Sandale oder etwas Gestrüpp. Flamme aus Transparentpapier.
Impuls: Gott stellt sich mit Namen vor. Mit Gottes Namen hängen auch verschiedene Eigenschaften Gottes zusammen. In diesem Gitterrätsel verstecken sich senkrecht, waagrecht und diagonal 24 solcher Eigenschaften bzw. Vergleiche für ihn. Werden diese gestrichen, bleibt Gottes eigene Erklärung für seinen Namen übrig. Wer findet sie alle?

I L E B E N D I G C T K H W
W E R V A T E R D G R O S S
E E G H I R T E S E O E I C
I E E E N E M D E R S N I H
S I R I C U H H O R T I H O
E F E L S S E I E W I G E E
B R C A N W S T A R K E I P
E I H N R S C H U T Z D L F
I G T D F E U E R E ! I I E
L I C H T M A E C H T I G R

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