Der Umgang mit Texten

Hier einige Tips und Hinweise zum Umgang mit schwierigen und langen Texten.
Von Harald Brixel, Knittlingen

Lange Texte erzählen oder abschnittweise lesen

Bitte lest lange Texte nicht auf einmal am Stück vor. Das erschwert das Verstehen für die, die nur zuhören. Bei längeren erzählenden Abschnitten ist es hilfreich, auch einige Passagen nachzuerzählen und einige ausgewählte Verse im Wortlaut vorzulesen. Oft ist es besser, es liest einer oder eine – gut  vorbereitet – den Bibeltext vor. So lässt sich der Text beim Hören leichter erfassen, als wenn reihum gelesen wird.

Bibel für alle

Wenn etwa in einem Bibelgesprächskreis doch reihum gelesen wird, sollte neuen Besuchern diese Art des Lesens kurz erläutert werden, um sie nicht in Verlegenheit zu bringen, sondern gut einzubinden.

Leitendes Kriterium sollte immer sein:

Wie verstehen unsere Besucher den Text am besten? Dazu ist es ratsam, kurz in den Abschnitt und seinen Zusammenhang einzuführen.

Auf neue Besucher achten

Sie sind unter Umständen mit unserem Textplan-System und den Zusammenhängen des biblischen Buches nicht vertraut. Sie dürfen sich nicht wie in einem Insider-Lesezirkel vorkommen.

Eine Variante: die Hörbibel

Interessant ist es auch, z.B. längere alttestamentliche Texte von einer Hörbibel lesen zu lassen. Hier bietet sich z.B. die MP3-Hörbibel (zum NT) an, die beim LaJu 2008 von Jugendlichen aus unseren Reihen aufgenommen wurde. Sie kann als CD zum Preis von 10 EUR in Stuttgart bestellt werden.

Schwerpunkte setzen

Bei der Auslegung eines Textes kann man nicht alles sagen, man muss es auch nicht. Darum habt Mut, Schwerpunkte zu setzen.

Die Zuhörer einbeziehen

Es muss unser Anliegen sein, unsere Besucher aktiv am Text zu beteiligen. Das kann durch ein Gespräch über den Text geschehen. Aber auch wenn die Auslegung von Einzelpersonen vorgetragen wird, sollten diese darauf achten, die Zuhörer einzubeziehen. Dies kann etwa dadurch geschehen, dass man
immer wieder eine Frage in den Raum stellt, ein paar Antworten sammelt, diese aufnimmt und dann fortfährt. Auch rein rhetorische Fragen helfen bereits. Nur wer mitdenkt, kommt auch mit.

Das gemeinsame Gespräch fördern

Wie das Bibelgespräch weiter gefördert und gestaltet werden kann, wurde im Gemeinschaftsblatt 2/2009 ausführlich behandelt.

Die Impulse zur Veranschaulichung im Gemeinschaftsblatt bieten hilfreiche Tipps, wie einzelne Aussagen eines Textes konkret und anschaulich „rübergebracht“ werden können und sind in der Regel durchaus nicht nur für Kinder geeignet!